:: A- :: A+ :: Barrierefreiheit :: Seitenübersicht :: Kontakt :: Impressum
Flagge der Bundesrepublik Deutschland Außenansicht des Deutschen Reichstages in Berlin Plenarsaal des Deutschen Bundestages Plenarsaal des Europäischen Parlaments Außenansicht des Europäischen Parlaments in Straßburg Flagge der Europäischen Union
:: English
Home  >  A  |  B  |  C  |  D  |  E  |  F  |  G  |  H  |  I  |  J  |  K  |  L  |  M  |  N  |  O  |  P  |  Q  |  R  |  S  |  T  |  U  |  V  |  W  |  X - Z
Briefwahl

1.  Wer kann per Briefwahl wählen?
Jeder Wahlberechtigte, der in ein Wählerverzeichnis eingetragen ist, kann sein Wahlrecht durch Briefwahl 
ausüben, wenn er einen Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins stellt.

Ab den Europa- und Bundestagswahlen 2009 ist es nicht mehr erforderlich, einen wichtigen Grund für die Abwesenheit am Wahltag anzugeben. 

Auch wer aus einem von ihm nicht zu vertretenden Grund nicht in das Wählerverzeichnis aufgenommen wurde, kann unter bestimmten Voraussetzungen einen Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins stellen und seine Stimme durch Briefwahl abgeben (siehe Stichwort: Wahlschein).

2.  Wann und wo wird der Antrag auf Briefwahl gestellt?
Wahlberechtigte, die per Briefwahl wählen wollen, sollten den Antrag auf Wahlschein und Briefwahlunterlagen so frühzeitig wie möglich bei der Gemeinde ihres Hauptwohnortes stellen. Sie müssen hierzu nicht den Erhalt der Wahlbenachrichtigung abwarten.

Briefwahlunterlagen können bis zum Freitag vor der Wahl bis 18:00 Uhr beantragt werden, also bei der Europawahl 2014 bis zum 23. Mai 2014.

In bestimmten Ausnahmefällen können Wahlschein und Briefwahlunterlagen auch noch bis zum Wahltag bis 15:00 Uhr beantragt werden, insbesondere

Die Ausgabe der Briefwahlunterlagen kann erst nach endgültiger Zulassung der Wahlvorschläge und dem Druck der Stimmzettel erfolgen. 
 
3.  Welche Unterlagen sind für die Briefwahl erforderlich?
Der Briefwähler erhält auf seinen Antrag folgende Unterlagen ausgehändigt bzw. übersandt:

4.  Wie wird brieflich gewählt?
So funktioniert die Briefwahl:

Genaue Hinweise zur Briefwahl mit anschaulichen Bildern finden sich auf dem Merkblatt zur Briefwahl, das jeder Briefwähler mit den Briefwahlunterlagen erhält. 

5.  Wann müssen Wahlbriefe abgesandt werden?
Der Briefwähler muss den Wahlbrief unbedingt rechtzeitig mit der Post absenden oder direkt bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle abgeben. Der Wahlbrief muss bei der zuständigen Stelle spätestens am Wahlsonntag bis 18:00 Uhr vorliegen, da um 18:00 Uhr die Wahl endet und mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird. Später eingegangene Wahlbriefe können bei der Stimmenauszählung nicht mehr berücksichtigt werden.

Bei Übersendung per Post sollte der Wahlbrief in Deutschland spätestens am dritten Werktag vor der Wahl abgesandt werden, um den rechtzeitigen Eingang sicherzustellen. Briefwähler können ihren Wahlbrief auch direkt bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle abgeben oder abgeben lassen. In jedem Fall trägt der Wähler das Risiko, dass der Wahlbrief rechtzeitig eingeht. Der Wahlbrief muss bei Übersendung per Post innerhalb der Bundesrepublik Deutschland nicht frankiert werden. Im Ausland muss der Wahlbrief frankiert werden.

Die Briefwahl kann aber auch sofort nach Erhalt der Briefwahlunterlagen erfolgen und der Wahlbrief sofort danach an die auf dem Umschlag abgedruckte Anschrift abgesandt oder dort abgegeben werden. Holt der Wahlberechtigte persönlich die Briefwahlunterlagen ab, so kann er seine Stimme auch an Ort und Stelle in der Gemeindebehörde abgeben. 

6.  Welche Wahlbriefe werden zurückgewiesen?
Bei der Briefwahl sind Wahlbriefe zurückzuweisen, wenn

Die Einsender zurückgewiesener Wahlbriefe werden nicht als Wähler gezählt; ihre Stimmen gelten als nicht abgegeben.

Rechtsgrundlagen
Bundestagswahl: §§ 36, 39 BWG; §§ 20, 25 bis 31, 66, 74, 75 BWO
Europawahl: § 4 EuWG i.V.m. §§ 36, 39 BWG; §§ 19, 24 bis 30, 59, 67, 68 EuWO

Briefwähler bei den Bundestagswahlen seit 1957  1) 

Wahljahr

Briefwähler

 

Anzahl

% 2)

1957

1 537 094

4,9

1961

1 891 604

5,8

1965

2 443 935

7,3

1969

2 381 860

7,1

1972

2 722 424

7,2

1976

4 099 212

10,7

1980

4 991 942

13,0

1983

4 135 816

10,5

1987

4 247 949

11,1

1990

4 435 770

9,4

1994

6 389 047

13,4

1998

8 016 122

16,0

2002

8 765 762

18,0

2005

8 969 355

18,7

2009

9 421 406

21,4

2013 3)

10 757 903

24,3

  
  1) Ab 1990: Nach dem Gebietsstand seit dem 3. Oktober 1990.
  2) Der Wähler insgesamt. 
  3) Vorläufig.

 
Briefwähler bei den Europawahlen seit 1979

Wahljahr

Briefwähler

 

Anzahl

% 1)

1979

3 064 640

10,9

1984

2 763 673

11,0

1989

3 757 364

13,2

1994

3 954 873

10,9

1999

3 847 138

14,0

2004

4 103 759

15,5

2009

4 953 139

18,4

2014 2)

7 542 048

25,3

  1) Der Wähler insgesamt.  
  2) Vorläufig. 

Stand: Oktober 2014 


Siehe auch: ©2014 Der Bundeswahlleiter