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Egon Hölder – Präsident und Bundeswahlleiter von 1983 bis 1992

Egon HölderEgon Hölder wurde am 30. Mai 1927 in Pforzheim geboren und starb am 2. September 2007. 
Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft von 1944 bis 1946 erwarb er 1947 sein Abitur in Pforzheim. Von 1948 bis 1951 studierte er Rechtswissenschaft und Volkswissenschaft mit technischen Fächern in Karlsruhe und Heidelberg. 1951 legte er das erste juristische Staatsexamen und 1955 das zweite juristische Staatsexamen ab.
Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen trat Egon Hölder in das Bundesministerium des Innern (BMI) ein und befasste sich zunächst mit verfassungsrechtlichen Fragen. 1958 erfolgte die kurzzeitige Abordnung zu den Landkreisen Mayen/Eifel und Neuwied/Rhein und 1959 zum Bundesverwaltungsgericht Berlin. 1960 kehrte er zum BMI zurück. Ab 1963 war er Referatsleiter für Fragen des Zivil- und Katastrophenschutzes, ab 1967 Referatsleiter für Fragen der Organisation der Bundesregierung und der Bundesbehörden. Zugleich betreute er die Projektgruppe „Regierungs- und Verwaltungsreform“. 1970 erfolgte die Ernennung zum Ministerialdirigent und Leiter einer Unterabteilung, in deren Zuständigkeit vor allem Fragen der rationellen Anwendung der maschinellen Datenverarbeitung in der öffentlichen Verwaltung, sowie Probleme des Datenschutzes fielen. Von 1974 bis 1983 war er Leiter der Unterabteilung für kulturelle Angelegenheiten des Bundes und politischer Bildung, ebenfalls im Innenministerium.
Am 27. Juni 1983 wurde Egon Hölder zum Präsidenten des Statistischen Bundesamtes und zum fünften Bundeswahlleiter ernannt. Seine Amtszeit dauerte bis Anfang Juni 1992.
Unter seiner Leitung wurden die Bundestagswahlen am 25.01.1987 (das bisherige Höchstzahlverfahren nach d’Hondt wurde durch das Sitzverteilverfahren Hare/Niemeyer ersetzt und erstmals waren Auslandsdeutsche wahlberechtigt) und 02.12.1990 (erste gesamtdeutsche Wahl) und die Europawahlen am 17.06.1984 und 18.06.1989 durchgeführt.

©2011 Der Bundeswahlleiter